3D-Media Center

Fraunhofer-Truck: Brillenlos 3D-Objekte sehen und kontaktfrei manipulieren. Gedanken zur Kontinuität neuzeitlicher Audiovisualität

Fraunhofer Truck

Heute war der Fraunhofer-Truck an der ifs internationale filmschule köln, organisiert von unserem Drehbuch-Professor Peter Henning. Viele interessante Dinge, aber vor allem ein spannendes Exponat: das 3D-Media Center mit Gestik-Interface des Heinrich-Hertz-Instituts.

MediaCenter

Wer sich im richtigen Abstand positioniert, der sieht 3D-Bilder, ohne eine Spezialbrille tragen zu müssen. Die Bewegungen des Nutzers erfasst eine Kamera, so dass simple Gesten ausreichen, um das GUI-Menu zu bedienen. Man kann auswählen zwischen der Betrachtung von 3D-Spielfilmen und 3D-Fotografien sowie  manipulierbaren 3D-Objekten und einem  Game, das sich ebenfalls durch einfache Handbewegungen spielen lässt.

Erstens macht das 3D-Media Center schlicht Spass. Und zweitens verblüfft das Gerät – als ein Stück innovativer Technik, aber vor allem aus medienhistorischer Perspektive. Denn auffällig sind die optischen wie funktionalen Parallelen zu den vielfältigen 2D- und 3D-Guckkästen, die seit bald einem halben Jahrtausend zur Heimunterhaltung mit den je fortgeschrittensten technischen Mitteln konstruiert wurden.

3D-Media Centerxxx

Wenn sich die digitale Maschine des 21. Jahrhunderts auch von älteren analogen – im nebenstehenden Foto: des 18. Jahrhunderts – kategorial dadurch unterscheidet, dass sie auf den Betrachter zurückzuschauen und auf seine (Inter-) Aktionen zu reagieren vermag: Einmal mehr beweist sich die Kontinuität der medienästhetischen Bedürfnisse, die in der Neuzeit die technologischen wie künstlerischen Fortschritte der audiovisuellen Medien und Künste trieben …

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